Bericht vom Jungzüchterseminar in Triesdorf

 Bilder zum Seminar

Am 23. Februar trafen 42 hochmotivierte Jungzüchter, trotz extrem schlechten Witterungsbedingungen mit Schnee und Eisglätte, um 9:30 Uhr in Triesdorf ein. Wir wurden mit Getränken und Butterbrezen von Herrn Uwe Mohr, Leiter der Tierhaltungsschule, begrüßt und bekamen von ihm eine kurze Vorstellung über das umfangreiche Bildungsangebot in Triesdorf. Anschließend startete das eigentliche Seminar mit einem Vortrag von Herrn Dieter Hanselmann vom Beratungsteam der VFR GmbH zum Thema „Wachsende Milchviehbetriebe – Klare Zielsetzung bezüglich Arbeitsablauf und Sozialkomponente, Fremd AK, Aushilfe oder Technik? sowie Politische Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen“. Wichtig ist es laut dem Milchviehspezialisten genau zu definieren von wem und wie die Arbeiten erledigt werden müssen. Er gab auch den Tipp, sich bei der Suche nach Arbeitskräften nicht zu sehr auf landwirtschaftsnahe Kräfte zu versteifen, gut eingelernt können auch landwirtschaftsfremde Arbeitskräfte die anfallenden Routinearbeiten sehr gut erledigen. Herr Hanselmann gab uns abschließend noch den Rat unsere Ziele im Leben genau zu definieren, denn nur dann kann man sie verwirklichen.

Anschließend wurde im Gasthaus Eder zusammen Mittaggegessen, am Nachmittag wurde die Gruppe dann geteilt. Im Wechsel wurde in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft „Tierschutz aktiv!“ also tiergerechter Umgang mit dem Tier besprochen, dabei wurde vor allem darauf eingegangen die Kuhsignale richtig zu deuten, da dies für die tägliche Stallarbeit enorm wichtig ist und bei Nichtbeachtung zu schweren bis sogar tödlichen Unfällen im Stall führen kann. Von Herrn Mohr, Herrn Wurzinger und Herrn Kraus, alles Mitarbeiter der Tierhaltungsschule in Triesdorf, wurde uns außerdem das Triesdorfer „Milchgewinnungszentrum“, sprich der neugebaute Triesdorfer Stall vorgestellt. Hier wurde auf verschiedene Stallbaukniffs eingegangen, sehr interessant war für alle auch der neuinstallierte Fütterungsroboter der Firma Wasserbauer, der alle Tiere der 135 köpfigen Triesdorfer Herde versorgt. Dadurch ist es möglich den Tieren 2-6 Mal frisches Futter vorzulegen, außerdem können viele verschiede Rationen gemischt werden, dies ist bei normalen Futtersystemen arbeitswirtschaftlich oft einfach nicht möglich.

Am Abend fand dann nach dem Abendessen im Infozentrum der Triesdorfer Lehranstalten ein Seminar der Landesvereinigung der bayerischen Milchwirtschaft zum Thema „Bier und Käse aus Bayern“ statt. Hier erklärte uns Frau Rauch welcher Käse zu verschiedenen regionalen Biersorten passt, außerdem viele Hintergrundinformationen über die Bier- und Käseherstellung und deren Ursprung. Natürlich wurden die verschiedenen Bier- und Käsesorten auch verköstigt, so dass jeder seine Favoriten finden konnte.

Am Morgen wurde dann gemeinsam zum Betrieb der Familie Huber in Seitersdorf gefahren. Die Familie führt einen erfolgreichen Fleckviehzuchtbetrieb mit Zuchtbullenaufzucht und Jungkuhvermarktung. Hier wurde auch intensiv über die Frage „Junglandwirt und Ehrenamt, geht das?“ diskutiert, da der Hofnachfolger, Johannes Huber ehemaliger Vorsitzender des Landesverbandes der bayerischen Jungzüchter war.

Ein gemeinsames Mittagessen beendete das Seminar und dabei war noch ausreichend Möglichkeit die schönen Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Dabei stellte jeder fest, dass es die Zeit auf jeden Fall wert war und wir uns alle auf ein Treffen zum Beispiel am Jungzüchtertreffen in Dettelbach vom 25.-26. Mai 2013 oder zur 4. Bayerischen Jungzüchtertierschau am 8. März 2014 freuen!!


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